|

Die Europameisterschaft 2007
vereinigt die "Crème de la crème" der Amateurfahrer
Europas auf der hübschen Trabrennbahn Liefering bei
Salzburg.
|
|
|
Österreich veranstaltet bereits die 4.
Europameisterschaft seit der Gründung der
FEGAT 1954 und erstmals zeichnet der
Salzburger Traberzucht- und Rennverein
verantwortlich für die Organisation des
Jahres-Highlights der Europäischen Amateure.
Keineswegs nur als Veranstalter haben sich die
Österreicher besonders hervorgetan sondern auch als
eifrige Titelsammler.
Nicht weniger als 5 Europameistertitel wurden
in die Alpenrepublik entführt: 1965 - A.Winkler,
1971 - R.Grün, gefolgt von der grossartigen Serie
1998, 1999 und 2004 durch Christian Mayr dem
natürlich an dieser bevorstehenden EM-2007 vor seiner
Haustüre die klare Favoritenrolle zukommt.
Europameisterschaften und Weltmeisterschaften haben,
wie die Olympischen Spiele in praktisch allen
Sportarten, eigene Gesetze. Der Trabrennsport macht
hier keine Ausnahme. Im Gegenteil: Die Voraussetzungen
und Fähigkeiten die den Teilnehmern abverlangt werden
um zum Erfolg zu kommen sind ebenso vielfältig wie
komplex und können zu einem grossen Teil nicht mal
selbst beeinflusst werden.
Die zugelosten Pferde bringen nun mal die
aktuell vorhandene Form sowie die Eignung sich auch
von fremden Piloten fahren zu lassen mit – oder eben
auch nicht.
Trotzdem haben sich über die Jahre hinweg (die FEGAT
organisiert seit 53 Jahren Europameisterschaften)
gewisse Regelmässigkeiten herauskristallisiert. Es
waren über alle die Jahre hinweg überwiegend die
erfahrenen, talentierten, cleveren, ehrgeizigen und
kühl kalkulierenden Teilnehmer die sich am besten und
erfolgreichsten mit den Ihnen zugelosten Pferden
durchsetzten.
Eintagsfliegen und Zufallstreffer bleiben die
grosse Ausnahme.
Erfahrung und Klasse setzt sich über lange Zeit durch.
Das Thema „Losglück bei der Pferdezuteilung…“ wird
jedoch, und das ist nur allzu menschlich - vor allem
bei den „Verlierern“ - immer und immer wieder als
"Entschuldigung" zitiert und strapaziert...
Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2008 in den
USA
Eine besondere Bedeutung,
zusätzliche Spannung und Brisanz wird der anstehenden
Europameisterschaft verliehen durch die Tatsache, dass
sie gleichzeitig zur Qualifikation für die
Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2008 in den USA
herangezogen wird.
Die 8 bestplatzierten Nationen dieser
Europameisterschaft sind automatisch für die im Mai
2008 stattfindenden Weltmeisterschaften in Chicago,
New York und New Jersey qualifiziert!
In diesem Sinne: ...möge der BESTE gewinnen!
Die Teilnehmer
Angeführt wird das hochkarätige Fahrerfeld von Lokalmatador
Christian Mayr, X-facher
Österreichischer Landesmeister, 3-facher Europameister
(1998, 1999 und 2004), 2-facher
Silbermedaillengewinner an Weltmeisterschaften sowie
weit über 400 Siegen (aktuell 439 Siege) wohl einer
der erfahrendsten und komplettesten Amateurfahrer
weltweit.
Fred
Handelaar/Holland steht
Christian Mayr in nichts nach. Über 500 Siege
und 16 Landesmeistertitel hat er bereits auf dem
Konto, 2 Europameistertitel (1993 und 2000) sowie
eine Silbermedaille (2005) und eine Bronzemedaille
(2002) an Weltmeister-schaften. Seinen bisher
letzten grossen „Coup“ landete der sympathische
Holländer anfang August in der Berliner Derby-Woche
mit dem Sieg in der Deutschen Amateurmeisterschaft.
Mit
Gerald
van Pollaert/Belgien
und
Tamas Kelemen/Ungarn
kommen 2 weitere international bestens bekannte
und erfahrene Fahrer an den Start.
Beide haben weit über 150 Siege auf Ihrem Konto und
beherrschen in Ihren Heimatländern z.Z. den
Amateursport.
Gerald van Pollaert/Belgien gewann die
Weltmeisterschaft 2000 in Italien, belegte den 2.
Platz an der Weltmeisterschaft der Amateurfahrer 1998
in Canada und im Jahre 2001 wurde er
Europameister im eigenen Land, während Tamas
Kelemen/Ungarn bisher an Europameisterschaften
ziemlich unglücklich operierte.
Deutschlands
Vertreter
Frank Eickmann,
seines Zeichens Sportlehrer, nimmt erstmals an
einer Europameisterschaft teil hat jedoch auch
international bereits einige Erfahrungen sammeln
können. Deutschland hat sehr regelmässig immer wieder
hervorragende Amateurfahrer hervorgebracht die jeweils
an FEGAT-Meisterschaften zu Hochform aufliefen.
Frank Eickmann
wird alles daran setzen,
diese Tradition fortzuführen.
Mit imponierenden Siegzahlen warten 3 weitere
Teilnehmer auf:
Vincenzo
Stanzione
Italien,
mit 350 Siegen,
Yuriy Kachmar
Ukraine
mit 331
Siegen und Konstantin Puchkov,
Russland mit 135 Siegen.
Yuriy Kachmar und Vincenzo Stanzione
nehmen erstmals an FEGAT-
Europameisterschaften teil und sind deshalb sehr
schwer einzuschätzen. Aufgrund Ihrer Erfahrung und
der Siegzahlen gehören sie jedoch zum engeren
Favoritenkreis während Konstantin Puchkov's
bestes Ergebnis an internationalen Meisterschaften ein
9. Platz an der EM in Belgien 2001 war.
Ebenfalls
mit vielen Siegen (119) reist der Vertreter aus
Frankreich
Pascal
Maurice Allais an. Wer in Frankreich
angesichts der riesigen Konkurrenz in verhältnismässig
kurzer Zeit so viele Rennen gewinnen kann, darf
allerdings nicht vernachlässigt werden auch wenn er
das erste Mal an einer Europameisterschaft teilnimmt.
Ein
bereits "alter Fuchs" ist der Holländer mit
Tschechischem Pass,
Alle Loman.
Seine bisher besten Resultate erzielte er an der
Europameisterschaft 2004 als Vierter,
punktegleich mit dem erst kürzlich verstorbenen
Schweizer, Erhard Schneider und an der
Europameisterschaft 2000 in der Schweiz
errang er gar die Bronzemedaille.
Aus der
französischen Schweiz reist
Jean Claude Gardaz an: International
ein unbeschriebenes Blatt, abgesehen von einem 5.
Platz am FEGAT-Cup 1999 in Budapest. Von Ihm wird
erwartet, dass er die traditionell hervorragenden
Resultate seiner "Vorgänger" Urs Sommer, Daniel Grüter
und Erhard Schneider weiterführt...
Die
Skandinavier setzen an diesen Europameisterschaften
auf die Jugend:
-
Sweden
wird vom knapp 19-jährigen
Pekka Lähdekorpi.
Erst seit 2006 mit
einer Lizenz ausgestattet, hat er sich bereits in 15
Rennen durchsetzen können. Der Name
Lähdekorpi
verpflichtet allerdings ist
doch sein Vater einer der führenden Trabertrainer
Skandinaviens der jüngsten Vergangenheit.
Norwegen entsendet den ebenfalls noch
sehr jungen, aktuellen "Norgesmester"
2006, Rune Skogen aus Harstad, dem Austragungsort
der Europameisterschaft 2004, und aus
Seinàjoki in
West-Finnland
reist
Mikko Niemistö nach Salzburg-Liefering.
-
Der
erfahrendste Skandinavier kommt aus
Dänemark: Iver Jessen.
Er brillierte an der
WM 2006 in Italien mit
2 Siegen in Rom
und beendete die Weltmeisterschaft als hervorragender
Vierter, trotz seiner bis dahin fehlenden
internationalen Erfahrung.
Bleibt zum
Schluss noch der Spanische Vertreter,
Agustin Mascaro-Pou, der als erster
Vertreter Spaniens seit dem Wiedereintritt in die
FEGAT 2007, seine Haut so teuer wie nur möglich
verkaufen wird.
22.08.2007 /fmo
|