„Dicky“ Hof (Silber)
Christian Mayr (Gold)
Sandor Turbucz (Bronze)
Christian Mayr ist der
alte und neue Europameister der Amateurfahrer. Auf der Trabrennbahn
an der Niersbrücke konnte der Österreicher am Sonntagnachmittag zwar
keinen Wertungslauf gewinnen, leistete sich mit den ihm anvertrauten
Pferden aber keinen Ausrutscher und sammelte so fleißig Punkte, was
schließlich knapp zur erfolgreichen Titelverteidigung ausreichte.
FEGAT/fmo
Für den 47-jährigen Ingenieur aus Saalfelden, der damit seit 1998
bei einer EM-Siegerehrung bereits zum sechsten Mal ganz oben auf dem
Treppchen stand, wurden nach zwei Ehrenplätzen, einem dritten und
einem vierten Rang 33 Zähler notiert - einer mehr als für „Dicky“
Hof. Der Niederländer, der mit dem überlegenen Prinz Quufa den 100.
Sieger seiner Karriere steuerte, wurde seinem Ruf als Spezialist für
nicht ganz einfach zu fahrende Pferde vollauf gerecht, als er im
letzten Lauf Lorenzo Barra glatt über den Kurs brachte und im
Einlauf sogar den EM-Titel zum Greifen nahe hatte. Dann musste er
jedoch den Franzosen Pierre Emmanuel Mary vor sich anerkennen, der
mit Duc Raffael ausgangs der letzten Überseite das Kommando
übernommen hatte und das Heft nicht mehr aus der Hand gab.
Platz drei belegte Sandor Turbucz, der nur zwei Fahrten ausführen
konnte, weil die beiden anderen Pferde krankheitsbedingt im Stall
bleiben mussten. Fürs Zuschauen wurden dem Ungar jeweils sechs
Punkte gutgeschrieben. Mit der letztmals gegenüber aus dem
Hintertreffen eingesetzten Idee Folle landete er einen Volltreffer,
mit Veronique Boshoeve wurde er nach einem Rennen im Vordertreffen
Dritter, was summa summarum 31 Zähler ergab.
Dieter Steghofer, der für Deutschland an den Start gegangen war,
belegte im Gesamtklassement mit 27 Punkten den siebten Platz. Dabei
begann es für den Hufschmied aus dem niederbayerischen
Johanniskirchen optimal, als er mit Bemms Hammer in einer
Kampfankunft das bessere Ende für sich behielt. Anschließend reichte
es für den 40-Jährigen allerdings nur zu einem achten und einem
sechsten Platz und auch mit dem Jahresdebutanten Sharif Norton, der
500 Meter vor dem Ziel in Front weichen musste, sprang für ihn nur
der dritte Platz heraus.
In der Endabrechnung rangierte Dieter Steghofer hinter dem Dänen Max
Nielsen (30) und Pierre Emmanuel Mary (28), die jeweils einen Lauf
zu ihren Gunsten entscheiden konnten, und dem zweimal auf dem
Ehrenplatz eingekommenen Spanier Antonio Valls Barcelo (28). Hakan
Johansson aus Schweden dominierte zwar mit Alicia Way von der Spitze
aus in überlegener Manier, musste seine Titelambitionen aber nach
einer Disqualifikation mit Victoria Boshoeve im 3. Lauf zeitig
begraben.
TRABRENNBAHN
MÖNCHENGLADBACH
Verein zur Förderung des Rheinischen Trabrennsportes e. V. ,
Mühlenstr. 223 a, 41236 Mönchengladbach
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World Championships
2010 - France
19.07 - 25.07.2010